Was kostet Energie?

Auf einen außerordentlich wichtigen Aspekt, der in den Diskussionen um eine nachhaltig tragfähige Energieversorgung viel zu wenig beachtet wird, wurde kürzlich in der Süddeutschen Zeitung (SZ) hingewiesen: Die Berücksichtigung der volkswirtschaftlichen Gesamtkosten von Energie in den Energiepreisen.

Im Grunde, so die SZ, sei es Betrug, von "bezahlbarem Strom" zu sprechen. Der Begriff "bezahlbar" als Synonym für "so billig wie bisher" suggeriere, die heutige Welt könne unverändert erhalten bleiben, dies stellt der Autor Partick Illinger in seinem SZ-Artikel "Die Energie-Lüge" fest. Er sieht eine festgefahrene Debatte über die Energie der Zukunft in Deutschland und schreibt, dass derjenige, der seriös über Energie reden wolle, anerkennen müsse, dass die wahren Kosten des globalen Energiehungers nie auf Stromrechnungen erschienen, sondern von der Gemeinschaft getragen würden. Ein planloses Festklammern an einem Mix aus knapper werdendem Erdöl, schmutziger Kohle, politisch fragwürdigem Erdgas und alternden Kernkraftwerken führe Deutschland nicht in die Zukunft. Kernenergie sei keine Brückentechnologie, sie sei eine "Schlaf-weiter-Technologie".
Hier assoziiert man gleich die Redewendung, dass der Schlaf der kleine Bruder des Todes sei.

- Link zum Artikel "Die Energie-Lüge" von Patrick Illinger in der SZ, vom 2.4..2011

(Quelle: Newsletter GRE e.V.)

(12.04.2011)


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