KfW-Programme Energieeffizientes Bauen und Sanieren

 
Änderungen bei Neubauten und Sanierungen ab dem 01. April 2009

Seit dem 01. April gelten in den wohnwirtschaftlichen Programmen geänderte Konditionen.

Das Programm "Energieeffizient Bauen" richtet sich an alle, die ein KfW-Effizienzhaus oder ein Passivhaus bauen oder erwerben möchten. Die energetischen Anforderungen haben sich verschärft.

Das Programm "Energieeffizient Sanieren" richtet sich an Eigentümer, die ihren Altbau komplett sanieren möchten. Die Förderung erfolgt über einen zinsgünstigen Kredit.

Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen, die keinen Kredit benötigen, können einen Zuschuss beantragen.
Dieser kann sowohl für die Komplettsanierung als auch für Einzelmaßnahmen, z. B. Wärmedämmung oder Ersatz der Heizunganlage, in Anspruch genommen werden.

Weitere Infos erhalten Sie bei:

   Kfw-Förderbank
   Postfach 11 11 41

   60046 Frankfurt/Main  

   KfW-Infocenter, Tel.: 0180/1 33 55 77 (zum Ortstarif)

   infocenter@kfw.de
   http://www.kfw-foerderbank.de

________________________________________________________________________________________


Energieeffizient Bauen

Gefördert wird die Errichtung, Herstellung oder der Ersterwerb von Wohngebäuden einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen. Als Herstellung gilt auch die Erweiterung bestehender Gebäude durch abgeschlossene Wohneinheiten sowie die Umwidmung bisher nicht wohnwirtschaftlich genutzter Gebäude bei anschließender Nutzung als Wohngebäude.

Gefördert wird die Errichtung, Herstellung oder der Ersterwerb von Wohngebäuden einschließlich Wohn-, Alten- und Pflegeheimen. Als Herstellung gilt auch die Erweiterung bestehender Gebäude durch abgeschlossene Wohneinheiten sowie die Umwidmung bisher nicht wohnwirtschaftlich genutzter Gebäude bei anschließender Nutzung als Wohngebäude.

1. Errichtung, Herstellung oder Ersterwerb von KfW-Effizienzhäusern 55 und Passivhäusern

Voraussetzung für eine Förderung der KfW-Effizienzhäuser 55 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Desweiteren darf der Jahres-Primärenergiebedarf Qp und der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) höchstens 55 % des in der EnEV 2007 angegebenen Wertes betragen.

Passivhäuser werden gefördert, wenn deren Jahres-Primärenergiebedarf Qp und der Jahres-Heizwärmebedarf Qh nach dem Passivhausprojektierungspaket (PHPP) oder einem vergleichsweisen Verfahren durch einen Sachverständigen nachgewiesen wird.
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN und der Jahres-Heizwärmebedarf 15 kWh je m2 Wohnfläche nicht übersteigt.

2. Errichtung, Herstellung oder Ersterwerb von KfW-Effizienzhäusern 70

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 60 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Desweiteren darf der Jahres-Primärenergiebedarf Qp und der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) höchstens 70 % des in der EnEV 2007 angegebenen Wertes betragen.

Das angestrebte KfW-Effizienzhaus-Niveau ist mit Antragstellung durch einen Sachverständigen nachzuweisen.

Konditionen
Finanziert werden max. 100 % der Bauwerkskosten (Baukosten ohne Grundstück), max. 50.000,- EUR pro Wohneinheit. Es werden 100 % des Zusagebetrags ausgezahlt. Der Zinssatz ist fest für die ersten 10 Jahre der Kreditlaufzeit

Kumulation
Die Kombination der KfW-Darlehen mit anderen Fördermitteln ist zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Nach oben


Energieeffizient Sanieren

Gefördert werden Maßnahmen an Wohngebäuden sowie an Wohn-, Alten- und Pflegeheimen, für die vor dem 01.01.1995 der Bauantrag gestellt wurde.

1. Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Energetische Maßnahmen, die dazu beitragen, das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses zu erreichen, werden gefördert. Dabei werden 2 unterschiedliche Standards gefördert:

- KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2007)
Diese Häuser dürfen einen Jahres-Primärenergiebedarf Qp und einen spezifischen Transmissionswärmeverlust (HT) von höchstens 70 % der gemäß EnEV 2007 zulässigen Höchstwerte eines analogen Neubauss (EnEV, Anlage 1, Tabelle1) nicht überschreiten.

- KfW-Effizienzhaus 100 (EnEV 2007)
Diese Häuser dürfen einen Jahres-Primärenergiebedarf Qp und einen spezifischen Transmissionswärmeverlust (HT) von höchstens 100 % der gemäß EnEV 2007 zulässigen Höchstwerte eines analogen Neubauss (EnEV, Anlage 1, Tabelle1) nicht überschreiten.

Die Maßnahmen sowie das angestrebte energetische Niveau sind mit Antragstellung durch einen Sachverständigen zu bestätigen.

Ein Tilgungszuschuss wird gewährt, wenn das Erreichen des angestrebten KfW-Effizienzhaus Standards sowie die fachgerechte Durchführung der Maßnahmen durch einen Sachverständigen nachgewiesen wird. Für KfW-Effizienzhäuser 70 beträgt der Tilgungszuschuss 12,5 % des Zusagebetrages, für KfW-Effizienzhäuser 100 werden 5 % Tilgungszuschuss gewährt.

2. Einzelmaßnahmen bzw. freie Einzelmaßnahmenkombinationen

  • Wärmedämmung der Außenwände
  • Wärmedämmung des Daches und/oder der obersten Geschossdecke
  • Wärmedämmung von erdberührten Wand- und Bodenflächen beheizter Räume, von Wänden zwischen beheizten und unbeheizten Räumen sowie der Kellerdecke zum kalten Keller
  • Erneuerung der Fenster
  • Einbau einer Lüftungsanlage
  • Austausch der Heizung durch Brennwertkessel, Niedertemperaturkessel mit nachgeschaltetem Brennwertwärmetauscher, Nah- und Fernwärme, BHKW, Brennstoffzellen einschließlich Einbau einer hocheffizienten Umwälzpumpe mind. der Klasse B

Biomasse- oder Biogasanlagen, Wärmepumpen oder thermische Solaranlagen sind förderfähig, sofern sie zur Ergänzung der neuen Heizung oder zur Erneuerung einer der oben genannten Heizungsanlagen installiert werden.

Im Rahmen des Kredithöchstbetrages können die oben genannten Einzelmaßnahmen frei kombiniert werden.

Finanziert
werden max. 100 % der förderfähigen Investitionskosten. Das Darlehen beträgt max. 75.000,- EUR pro Wohneinheit (WE) bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus bzw. max. 50.000,- EUR pro WE bei Einzelmaßnahmen oder Einzelmaßnahmenkombinationen. Es werden 100 % des Zusagebetrags ausgezahlt. Kredite können in einer Summe oder in Teilbeträgen abgerufen werden. Nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre ist das Darlehen in vierteljährlichen Annuitäten zu tilgen. Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamten Darlehens oder Teilbeträge ist während der ersten Zinsbindungsfrist jederzeit ohne Kosten für den Endkreditnehmer möglich.

Der Antrag ist vor Beginn der Vorhabens zu stellen. Dem Antragsformular ist die "Bestätigung über die antragsgemäße Durchführung der Maßnahmen - Energieeffizient Sanieren" vorzulegen. Dies entfällt beim Ersterwerb eines sanierten Gebäudes. Als Programmnummer ist anzugeben:

  • KfW-Effizienzhaus: 151
  • Einzelmaßnahmen bzw. Kombinationen: 152

Kumulation möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.
Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien werden im Rahmen des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien gefördert. Im Falle einer Förderung der Heizungserneuerung als Einzelmaßnahme bzw. freie Einzelmaßnahmenkombination ist die gleichzeitige Inanspruchnahme eines KfW-Kredites oder eines BAFA-Zuschusses für Erneuerbare Energien nicht möglich.
Die Kombination mit der Zuschussvariante des Programms Energieeffizient Sanieren ist nicht möglich.
Die Kombination mit "Energieeffizient Sanieren Sonderförderung" ist möglich.

Nach oben


Interesse? Sie haben weitergehende Fragen? Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung!


    Zum Netzwerk Energie-, Bau- und Brandschutzberatung für Meißen und Umgebung gehören:

Nach oben