Was kosten Holzpellets?


Sommerzeit -- Kaufzeit für Pellets: Nach dem kalten Winter kommt jetzt die Zeit, die Vorräte an Holzpellets wieder zu füllen. Die Preisentwicklung der letzten Jahre zeigt ein leichtes Preistal im frühen Sommer und einen deutlichen Anstieg zum Winter. Da der Markt für Holzpellets regional verankert ist, bleiben die starken Schwankungen wie beim Heizöl aus.

Eine erste Orientierung zu den aktuellen Preisen gibt zum Beispiel die "Pellets - Preisentwicklung", die der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e. V. gemeinsam mit der Solar Promotion GmbH im Internet veröffentlicht. Nach diesen Daten lag die Preisspanne zwischen Juni und Dezember letzten Jahres bei rund 20 Euro. Regionale Unterschiede sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Wer sich schlau machen will, kann sich bei dem Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk e. V. über die durchschnittlichen Monatspreise in den einzelnen Bundesländern informieren. Dort finden sich für jedes Land Internetlinks auf weiterführende Angebote.

Wer es noch genauer wissen will, kommt ums Telefonieren nicht herum. Denn nur auf persönliche Anfrage erfährt der Pelletnutzer die aktuellen Preise der Lieferanten. Eine Übersicht nach Postleitzahlen sortiert bietet zum Beispiel www.carmen-ev.de. Für einen Preisvergleich sind Angaben zur Entfernung zwischen Lieferant und Kunde, Menge und die Einblaspauschale wichtig. Der gemeinsame Kauf mit anderen Pelletofen-Besitzern drückt den Preis.

Welcher Brennstoff in welchen Ofen gehört, das ergibt sich aus den jeweiligen Betriebsanleitungen. Für Pellets üblich waren bislang die Normen DIN 51731 sowie ÖNORM M 7135. Neu ist 2010 die europäische Norm EN 14961-2, die Kriterien wie Größe, Wassergehalt oder Heizwert vorgibt. Für den privaten Verbraucher werden die Qualitätsklassen A1 und A2 angeboten. A1 zeichnet sich zum Beispiel durch einen geringeren Aschegehalt als A2 aus. Das Deutsche Pelletinstitut hat ein Zertifizierungssystem entwickelt, mit dem die neue Norm in Deutschland umgesetzt werden soll. Pellethersteller können das Gütesiegel ENplus seit Mai für ihre Holzpellets beantragen.

Susanne Kirsch

Quelle: CleanEnergy Project

(22.06.2010)



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