Tipps zum Heizen mit Holz

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Wir haben Herbst und bald ist Winter! Spätestens jetzt sollte man sich mit dem Ofen, deren Technik und dem (richtigen) Brennstoff beschäftigen damit man dann, wenn es richtig kalt ist und der Ofen geheizt werden soll, keine "coole" Überraschung erlebt.

Der Ofen sollte gut gereinigt werden. Die Züge sind von Flugasche und Ruß zu befreien. Auch das Rohr und den Schornsteinanschluss dabei nicht vergessen.

Prüfen Sie zudem, ob der Ofen technisch noch i. O. ist. Steht er standsicher? Schließt die Tür? Sind die Dichtungen noch einwandfrei? Sind die Bedienungselemente noch o.k.? Sitzt die Sichtscheibe gut? Ist das Rohr fest und dicht? Ist vor der Feuerraumöffnung eine geeignete nichtbrennbare Vorlage vorhanden?

Voraussetzung für das Heizen mit Holz ist natürlich eine dafür taugliche Feuerstätte. Nicht jeder Ofen ist z. B. für Holz zugelassen / geeignet. Schauen Sie also unbedingt in die Bedienungsanweisung des Herstellers. Sollte etwas unklar sein, kontaktieren Sie Ihren Schornsteinfeger oder Ofenbauer/-setzer. Dieser/diese geben sicherlich gern Auskunft und helfen Ihnen weiter.

Zehn goldene Regeln für Umwelt und Holzofen:

1 Heizen Sie ausschließlich mit naturbelassenem, lufttrockenem Holz in Scheiten oder Stücken mit maximal 25 % Restfeuchte (besser: unter 20%). Anhaftende Rinde kann mit verfeuert werden.

2 Heizholz wird am besten zwischen Dezember und Februar geschlagen und sofort - vor dem Lagern - gespalten. Das Austrocknen des Holzes wird so wesentlich gefördert. Die einzelnen Scheite dürfen 10 bis maximal 20 Zentimeter Umfang haben.

3 Heizholz muss vor dem Verbrennen 2 bis 3 Jahre luftig, vor Regen und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Nach 2 bis 3 Jahren hat das Holz nur noch maximal 15 - 20 % Restfeuchte. Es heizt hervorragend und verbrennt schadstoffarm.

4 Heizholz lagert am Besten unter einem vorgezogenen Dach oder einer luftigen Holzhütte. Wenn es zu Kreuzstapeln aufgeschichtet wird, lagert es ideal.

5 Lagern Sie frisch geschlagenes Holz nicht im Keller. Dort kann es nicht austrocknen, sondern stockt. Nur ganz trockenes Holz kann in einem gut belüfteten Keller gelagert werden.

6 Heizholz darf niemals in eine Plastikplane eingepackt werden. Holz braucht Luft und Wind zum Trocknen.

7 Holz unterschiedlicher Baumarten hat auch unterschiedliche Heizwerte. Wer Holz nach Gewicht kauft, kommt bei Nadelholz am besten weg - aber trocken muss es sein! Wer das Holz für den Holzheizofen nach Raummeter bemessen kauft, der nimmt besser Laubholz.

8 Eichen- und Buchenholz haben den höchsten Heizwert nach Volumen. Ein Raummeter luftgetrocknetes Laubholz mit 15 % Restfeuchte - das sind rund 450kg Holz - enthält soviel Heizenergie, wie 210 Liter Heizöl oder 385kg Braunkohlebriketts.

9 Halten Sie sich immer genau an die Bedienungsanleitung und verwenden Sie ausschließlich die vom Hersteller genehmigten Brennstoffe. Müll zu verheizen ist streng verboten.

10 Auch in Sachen Kohlendioxid (CO2) besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Das Gas, das für den so genannten Treibhauseffekt und die daraus resultierende Klima-Veränderung mitverantwortlich ist, entsteht bei jeder Verbrennung. Bei Holz verhält es sich allerdings so: Beim Verbrennen wird nur so viel Kohlendioxid abgegeben, wie das junge Holz für sein Wachstum benötigt hat. Die CO2-Bilanz ist bei der Verbrennung von Holz durchaus ausgeglichen.

Weitere Infos zum Thema unter anderem hier: ratgeber-ofen.de/de