Rußbrand im Bereich der Reinigungsöffnung an der Schornsteinsohle.
Aufblähen (bis ~7fache) während des Rußbrandes.
Blick in den Schornstein hoch zur Mündung (bereits mehrmals während Brand gekehrt, um "zuwachsen" zu verhindern).

(Bilder vergrößern durch anklicken.)

Rußbrand im Schornstein

Bei einem Rußbrand im Schornstein gelangt der an den Schornsteinwandungen haftende Ruß zur Verbrennung. Dieser ist das Produkt einer unvollkommenen Verbrennung. Bei dieser setzt sich der Kohlenstoff, bei einer Unterkühlung des Rauches, an den Schornsteinwandungen ab.

Solange der Ruß eine trockene Substanz ist, haftet er locker an den Schornsteinwandungen und lässt sich einfach per Kehrgerät des Schornsteinfegers entfernen. Deshalb kommt es bei Schornsteinen mit dieser Rußart ( Flocken- und Staubruß ) nur selten zu einem Rußbrand größeren Ausmaßes.

Die Gefahr der Entstehung eines Rußbrandes im Schornstein steigt jedoch bei durchfeuchtetem Ruß, welcher jedoch im feuchten Zustand noch nicht brennt. Rauchgase können nur eine begrenzte Menge an Wasser- und Teerdämpfen aufnehmen. Wird aber trotz Erreichen des Sättigungspunktes weitere Feuchtigkeit zugeführt, so tritt Kondensatbildung ( Übergang vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand ) ein. Die überschüssigen Teer- und Wasserdämpfe schlagen sich an Schornsteinwandungen nieder. Dort bildet sich dann ein Gemisch von Teer- und Wasserdampfkondensat, welches den anhaftenden Ruß zu einer schmierigen bis flüssigen Masse macht. Dieser Belag ist Schmierruß. Ein Entfernen dieses Rußes mit den üblichen Kehrgeräten des Schornsteinfegers ist nicht immer möglich.

Solange Ruß noch einen schmierig-flüssigen Zustand hat, ist eine Entzündung ausgeschlossen. Steigt aber die Rauchgastemperatur, so verdunsten die niedergeschlagenen Teer- und Wasserdämpfe und der Schmierruß trocknet aus. Nun wird er als Hartruß bzw. Glanzruß bezeichnet. Durch das Austrocknen entsteht die Entzündungsgefahr.

Ein Glanzrußbrand ist der gefährlichste Rußbrand im Schornstein. Anders als Staub- und Flockenruß, sowie Hartruß ist bei Glanzruß eine erfolgreiche Entfernung durch Stahldrahtbesen nicht mehr möglich. Wegen der starken Entgasung des Rußbelages ist bei Glanzrußbränden eine oft meterhohe aus dem Schornstein schlagende Flamme zu beobachten. Es können Temperaturen von über 1400°C auftreten.

Ein unkontrollierter Rußbrand im Schornstein sollte unbedingt vermieden werden! Ebenso die Bildung von Hart- oder Glanzruß! Wird solcher vom Schornsteinfeger festgestellt, hat er für deren Beseitigung spezielles Werkzeug, da die üblichen Kehrgeräte dazu nicht geeignet sind. Eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit ist, den Schornstein mit einem Kettenausschlaggerät von diesem zähen Belag zu befreien und einen ordnungsgemäßen Schornsteinzustand wieder herzustellen.


Mündungsbereich vor Tätigkeitsbeginn (gut zu sehen: Verkrustung)
Ausschlagen des Schornsteins mittels Kettenausschlaggerät.
Mündungsbereich nach Beendigung der Tätigkeit.

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