Ende der uneingeschränkten Wahlfreiheit beim Energieausweis. (05.10.2008)

Seit 1. Oktober 2008 ist der Bedarfsausweis für kleine Gebäude erforderlich.

Am 30. September 2008 endete die Wahlfreiheit beim Energieausweis für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen und Bauantrag vor dem 1. November 1977. Bisher konnten Eigentümer dieser Gebäude sich entweder für einen bedarfs- oder einen verbrauchsbasierten Energieausweis entscheiden.

Der Energieausweis wurde am 1. Juli 2008 für Gebäude bis einschließlich Baujahr 1965 verbindlich eingeführt. Die Ausweispflicht für jüngere Gebäude gilt ab dem 1. Januar 2009. Eigentümer müssen einen Energieausweis vorlegen, wenn ein Gebäude oder eine Wohnung neu vermietet, verkauft oder verpachtet werden soll.

Gerade die energetische Qualität von kleinen Gebäuden lässt sich mit einem Bedarfsausweis viel präziser ermitteln. Wurde für ein solches Gebäude einen Verbrauchsausweis ausgestellt, kann die Bewertung stark durch das individuelle Heizverhalten der Bewohner beeinflusst sein.

Eigentümer von großen Gebäuden, das heißt mit fünf oder mehr Wohnungen, können jedoch weiterhin zwischen beiden Ausweisvarianten wählen. Die dena (Deutschen Energie-Agentur GmbH) rät grundsätzlich allen Eigentümern zum Bedarfsausweis, denn er bietet eine objektive Beurteilung der energetischen Qualität eines Gebäudes und hilft mit konkreten Tipps beim Einstieg in die Modernisierung.

Beim Bedarfsausweis begutachtet der Energie-Experte die Bausubstanz und die Heizungsanlage des Gebäudes. Aufgrund des energetischen Zustands des Gebäudes berechnet er die Energie, die für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung bei durchschnittlicher Nutzung ("Normverhalten") benötigt wird.
Der Verbrauchsausweis hingegen, entsteht auf der Grundlage der Heizkostenabrechnungen und gibt lediglich den Energieverbrauch der Gebäudenutzer bei Heizung und Warmwasser in den letzten drei Jahren an. Die Bewertung eines Gebäudes im Verbrauchsausweis hängt somit auch vom individuellen Heizverhalten der Bewohner ab.

Achten sollten Eigentümer in jedem Fall auf die Qualität des angebotenen Energieausweises bzw. auf die Qualifikation des Energieausweis-Ausstellers. So ist die Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater (HWK) u. a. ein Garant dafür, dass es sich um einen geprüften Fachmann handelt.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für weitergehenden Fragen und natürlich auch für die Ausstellung von Energieausweisen gern zur Verfügung.


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