Nach Gasstreit nun Kaminpflicht?

Kaminofen (© pixelio.de)

25 Verbände und Wissenschaftseinrichtungen - darunter das Fraunhofer-Institut für Bauphysik und der Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure - fordern eine Gesetzesinitiative, die für jedes Haus und jede Wohnung die Ausstattung mit einem Kamin- oder Kachelofen samt Schornstein vorschreibt. So soll nach einer Presseerklärung der Initiative Individuelles Heizen (IIH) Schluss mit der Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern gemacht werden. IIH verspricht damit "Versorgungssicherheit für alle durch Energie aus hierzulande nachwachsenden Rohstoffen, wie z. B. Holz". Die Initiative hat den Gesetzgeber aufgefordert, dafür so rasch wie möglich die Voraussetzungen durch Änderungen in der Musterbauordnung und nachfolgend den
Landesbauordnungen zu schaffen.

"Nur Heizen mit heimischen Holz ist sicher"
Den Vorstoß begründet der IIH-Vorsitzender Frank Kienle so: "Der nach 2006 jetzt schon zum zweiten Mal auf dem Rücken der Menschen ausgetragene Gasstreit ist nur das aktuellste einer ganzen Kette von Ereignissen, die uns drastisch vor Augen geführt haben, wie schnell wir auch in Deutschland im Dunklen und Kalten sitzen können." Großflächige Stromausfälle durch unterschiedliche Ereignisse hätten zudem gezeigt, dass das Heizen mit Holz die einzig wirksame und sichere Alternative für die Haus- und Wohnungsbesitzer sei, um unabhängig von politischer Willkür oder Naturkatastrophen zu sein.
(GLR)

Quelle: www.geb-info.de/

(15.02.2009)


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