So nicht!

z. B. 3 cm Dämmung der Laibung

Fenster schließt an Dämmung an

Dämmen statt Wärmebrücken

Durch Wärmedämmung werden Wärmebrücken weitgehend vermieden oder zumindest reduziert. Eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung bietet

  • die Reduzierung des Heizenergieverbrauchs um mehr als 30%, im Einzellfall um bis zu 75%,
  • eine hohe Wohnbehaglichkeit durch warme Außenwände,
  • einen sehr hohen Schutz vor Schimmelbildung und
  • guten Schutz vor Bauschäden.

Die Dämmstoffstärke der Außenwand sollte grundsätzlich wenigstens 10 cm betragen. Eine dickere Dämmschicht ist jedoch sehr zu empfehlen, weil

  • der Anteil des Dämmstoffs an den Gesamtkosten der Maßnahme mit ca. 20% relativ gering ist,
  • die (Mehr-)Kosten pro cm Dämmschicht gering sind und
  • die Lebensdauer bei über 25 Jahren liegt.

Unabhängig vom eingesetzen Dämmsystem soll die Wärmedämmung bis ca. 50 cm unter die Kellerdecke (unbeheizter Keller)  geführt werden. Im Sockelbereich ist eine feuchtigkeitsunempfindliche Dämmung (so genannte Perimeterdämmung) erforderlich. Die Dachdämmung hat lückenlos an die Fassadendämmung anzuschließen. Ganz wichtig ist eine Dämmung der Fensterlaibung (z. B. 30 mm mit WLZ 035) oder die Fenster sind in den Bereich der Dämmung zu verlegen! Auch bieten viele Hersteller inzwischen für diese Bereiche spezielle Dämmlösungen an, wie z. B. Laibungsplatten. Bei gleicher Dämmwirkung sind dieses dünner und kommen dem oft geringen Platzangebot damit entgegen.

Die Palette an zur Verfügung stehenden Dämmstoffen ist groß. Expandiertes Polystyrol (EPS, Styropor), Extrudiertes Polystyrol (XPS), Glas- und Steinwolle, Holzwolle, Holzweichfaserplatten, Blähton, Bläperlit, Zellulosefaser sind die bekanntesten Dämmstoffe. Aber es gibt zunehmend auch sogenannte natürliche Dämmstoffe auf dem Markt. Dazu zählen z. B. Flachs, Hanf, Kokos, Kork, Schafwolle.
Natürliche Dämmstoffe stammen aus nachwachsenden Rohstoffen, müssen aber oftmals chemisch behandelt werden (z. B. für den Brandschutz).  

Dämmstoffe schließen viel Luft ein. Da Luft Wärme nicht gut leitet, sorgen diese Stoffe für die entsprechende Wärmedämmwirkung. Dämmstoffe sind in Form von Platten und Vlies sowie als Füllmaterial erhältlich.


Stroh 150 0,056 - 1,13 - 1-1,5 B2
Material Roh- dichte Wärme- leitfähigkeit Spez. Wärme- kapazität Diffusions- widerstand Brenn- barkeitsklasse
Einheit Kg/m3 W/mK kJ/kgK    
Glaswolle 20 - 153 0,039 ? 0,040 0,84 1-2 A
Steinwolle 27 - 149 0,039 - 0,040 0,84 1,2 A
Blähglimmer 60 - 180 0,065 - 0,070 0,88 3-4 A1
Blähperlit 85 - 145 0,044 - 0,053 1 1-3,5 A-B1
Blähton 300 - 700 0,10 - 0,16 - 1-8 A1
Schaumglas 120 0,042 1,1 dampfdicht A
Expandiertes Polystyrol (EPS) 11 - 25 0,036 - 0,044 1,5 20-80 B1
Extrudiertes Polystyrol (XPS) 45 0,032 1,5 80-200 B1
Polyurethanschaum 30 0,025 - 0,30 1,2 60-dicht B2
Holzweichfaserplatte 160 - 170 0,045 2,1 5-10 B2
Holzwolle Leichtbauplatte 400 - 800 0,09 - 0,15 2,1 4-7 B1
Zellulosefaser 55 - 75 0,040 1,7 - 1,9 1,5-2 B1-B2
Baumwolle 20 - 40 0,040 0,84 1-2 B2
Flachs 30 0,040 1,3 1 B2
Hanf 150 0,065 - - B2
Kokos 50 - 90 0,045 - 0,50 1,6 1 B2-B3
Kork 120 0,045 1,67 18 B2
Schafwolle 30 - 138 0,040 - 0,042 0,96 1-2 B2
Schilf 225 0,055 1,2 2 B2

Nach oben


(Meißen, 07.05.2008; geändert 04.07.2011)


    Zum Netzwerk Energie-, Bau- und Brandschutzberatung für Meißen und Umgebung gehören:

Nach oben